Aktuelles vom 31.10.2017

SPIEGELKABINETT: Propaganda der US-Army im Tagesspiegel
Platz 1 auf der nach oben offenen Ekel­skala deutscher Journalistenergüsse
Anfang Oktober schrieb der „Tagesspiegel“ mit dem Beitrag „Die ‚Dolch Brigade‘ lernt Polen kennen“, ein denkwürdiges Stück Pressegeschichte. Sebastian Leber hatte wohl den Auftrag, der immer widerstrebenderen Bevölkerung die Kriegstreiberei der Nato an ihrer Ostgrenze etwas schmackhafter zu machen. Dabei stellten Leber und der „Tagesspiegel“ offenbar jegliche journaistische Berufsethik hinter ihre große Aufgabe zurück.
„3300 Mann, Panzer und Haubitzen: Die US-Armee will Osteuropa die Angst vor Russland nehmen – mit einer Truppe, die beim Furchteinflößen erstaunlich zärtlich ist“, meint Sebastian Leber im Tagesspiegel.
Gäbe es eine Ekelskala für Ergüsse aus deutschen Redaktionsstuben, so hätte sich Sebastian Leber vom Tagesspiegel mit seiner Homestory aus einem der Hotspots realpolitischer Kriegstreiberei sicherlich einen der Spitzenplätze verdient. Leider gilt aber der Ansporn an seine Kollegen auch weiterhin: Schlimmer geht immer…
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„Aber der Putin!“ So der Stoßseufzer in „gut informierten“ Kreisen des Westens. Sie sollten Putins Valdai-Rede lesen, um ihr Urteil zu überprüfen.
Beim Valdei Club hält der russische Präsident regelmäßig eine eher grundsätzliche Rede. Hier ist sie als Video mit Untertiteln in Deutsch und hier verschriftet in deutscher Übersetzung. Weiter unten finden Sie den kompletten Wortlaut der Rede. Wichtige Passagen und Stichworte sind fett geschrieben. Das ist unser kleiner Service für die schnelle Lektüre.
hier weiter – 1.Eintrag

…auf den Punkt gebracht:
…Tatsächlich ist das alles nicht wirklich so geheim. Aber für unser Gewissen ist es viel besser, so zu tun, als hätten wir damit nichts zu tun. Das ist auch deshalb so wichtig, damit sich unser Medien zu jeder Zeit über Assad und Putin empören können. Würden wir die Bewaffnung des islamischen Staates und al-Qaida durch die NATO offiziell bekanntgeben, wäre das für die Bevölkerung hierzulande sehr verstörend. Da sind unsere strategischen Ziele in Syrien sehr viel wichtiger.
Direktbewaffnung des IS durch die NATO
Offenbar muss man das Ganze etwas sportlicher angehen als das zur Zeit der Fall ist. Es ist mehr oder minder ein offenes Geheimnis, dass die NATO-Staaten sowohl den IS als auch al-Qaida in Syrien bewaffnen. Das ist deshalb so wichtig, weil unsere Ziele dort noch lange nicht realisiert sind. Zu unseren Zielen (das sind die der USA) gehört zuvorderst der Sturz von Baschar al-Assad. Darüber hinaus ist noch eine Menge Sachschaden zu veranlassen. Letzteres, damit auch der spätere Wiederaufbau ein lukratives Geschäft für die entsprechenden Konzerne werden kann.
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s. dazu auch:
Viel zu wenig Geld für Mord und Totschlag (NATO)
In nahezu allen NATO Staaten leidet das Militär an chronischem Geldhunger, um die wunderschönen Projekte im Bereich “Mord & Totschlag” auskömmlich finanzieren zu können. Anders als für die reale Hungerhilfe, ist hier zwar allerhand Geld vorhanden, aber immer noch viel zu wenig. Die gesamten NATO-Staaten geben gerade mal knapp eine Billion Dollar pro Jahr für diesen Luxus aus. Für die reale Hungerbekämpfung lohnt das Nachzählen der Dollar kaum, denn dafür ist eigentlich gar kein Geld vorhanden…
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McCarthy lässt grüßen
RT unter Beschuss – einige Fragen und Antworten

Der global agierende russische Nachrichtenkanal RT steht unter Druck – vor allem in den USA, aber auch in Großbritannien. „Sie werden versuchen euch auszuschalten“, hatte WikiLeaks-Gründer Julian Assange der Chefredakteurin des Senders einst prophezeit. Behält er am Ende Recht? Hier einige Fragen und Antworten zum „Phänomen RT“.
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Gott sei Dank, es isch over
Wolfgang Schäuble als Finanzminister ist Vergangenheit, sein Erbe aber wird noch viele Generationen in Deutschland und Europa belasten. Seine Markenzeichen, die schwarze Null und „strukturelle Reformen für Europa“, waren die größten Fehlentscheidungen, die ein deutscher Finanzminister je getroffen hat.
Der Satz, der sinngemäß sicher am häufigsten in den deutschen Gazetten über die achtjährige Amtszeit von Wolfgang Schäuble geschrieben wird, stand am Montag morgen schon im Handelsblatt: „Er hat Eurostaaten gerettet und den Haushalt konsolidiert“. Soll wohl heißen: Er war ein deutscher Herkules, der komplette Staaten rettete und finanzpolitisch etwas schaffte, was vor ihm noch keiner geschafft hat.
Unangemessener kann eine Würdigung nicht mehr sein. Viel näher an dem, was wirklich passiert ist, wäre der Satz: Er hat Eurostaaten an den Abgrund getrieben und exakt zum falschen Zeitpunkt zugelassen, dass der deutsche Staatshaushalt einen Überschuss ausweist.
Quelle: Makroskop

s. dazu auch:
Typ, der einst illegal 100.000 DM annahm, überwacht künftig ordnungsgemäße Parteispendenpraxis
Berlin (dpo) – Ein Typ (75), der zu Zeiten der Kohl-Regierung eine illegale Barspende in Höhe von 100.000 DM von einem umstrittenen Waffenhändler annahm, ist am Montag von einer großen Mehrheit der Abgeordneten zum Bundestagspräsidenten gewählt worden und hat somit künftig die Aufgabe, die ordnungsgemäße Durchführung von Parteispenden zu überwachen.
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🙂 Wetterbericht für die kommenden Tage

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Gesundende Weltanschauung

Die spirituelle Weltanschauung ist eine gesundende Weltanschauung. Freilich wird da mancher einwenden: Sind denn die Anthroposophen lauter gesunde Menschen, sind unter ihnen nicht auch Kranke? Wir müssen uns darüber klarwerden, daß der einzelne Mensch im Grunde genommen sehr wenig für seine Gesundheit und Krankheit kann. Ein großer Teil der Krankheitsursachen liegt außerhalb der einzelnen Persönlichkeit.

Sie können heute die gesündesten Begriffe haben, die, wenn Sie unter ganz gesunden Bedingungen leben würden, Sie niemals von innen heraus krank werden ließen; aber es gibt andere Ursachen, die nicht in der Macht des individuellen Menschen von heute liegen, zum Beispiel die geheimen Ursachen von Vererbung, des Einflusses von Mensch zu Mensch, des Einflusses einer unnatürlichen Umgebung und so weiter.

Das alles sind Dinge, die in geheimnisvoller Art äußere Krankheitsursachen sind; sie alle können nur durch eine gesunde anthroposophische Denkweise im Laufe der Zeiten beseitigt werden. Aber wenn man auch sieht, daß heute selbst die innerlich gesündesten Menschen krank, sogar schwer krank werden können, so darf man dennoch darin nicht ein Zeugnis dafür erblicken, daß die Geisteswissenschaft nicht im Laufe der Jahrhunderte – und ich sage Jahrhunderte, nicht Jahrtausende – gesundend auf die Menschheit wirken werde.

Rudolf Steiner – GA 105 – Welt, Erde und Mensch – Stuttgart, 5 August 1908 (Seite 38-39)

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