Der Intellektualismus und die Anthroposophie – Christian Clements Pamphlet über Rudolf Steiner / von Pietro Archiati

„Es gibt Menschen, die glauben, mit den Grenzen der Sinnesanschauung seien auch die Grenzen aller Einsicht gegeben. Würden diese aufmerksam darauf sein, wie sie sich dieser Grenzen bewußt werden, so würden sie auch in diesem Bewußtsein die Fähigkeiten entdecken, die Grenzen zu überschreiten. Der Fisch schwimmt an die Grenze des Wassers; er muß zurück, weil ihm die physischen Organe fehlen, um außer dem Wasser zu leben. Der Mensch kommt an die Grenze der Sinnesanschauung; er kann erkennen, daß ihm auf dem Wege dahin die Seelenkräfte geworden sind, um seelisch in dem Elemente zu leben, das nicht von der Sinnesanschauung umspannt wird…“ R.Steiner

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Einige Schwerpunkte der Schrift von Pietro Archiati:
DER INTELLEKTUALISMUS UND DIE ANTHROPOSOPHIE Eine Einführung in die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners

Der Admin meint:
Es wird zurecht darauf hingewiesen, dass Ch. Clement die besondere Quelle der Anthroposophie gar nicht erwähnt. Ein solches Verfahren kann keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erheben…
Für mich erstaunlich ist die Tatsache, dass dieses Pamphlet von Clemens unter Mitwirkung des Rudolf Steiner Verlags erschienen ist… einer der naiven Gründe könnte sein, so meint Archiati zu recht, dass die „anthropososphische Strömung“ es als entscheident für das Gedeihen der anthropos.Bewegung erachtet, dass diese nicht nur vom Bürgertum, sondern vor allem durch die akademische Welt anerkannt wird. In dieser Hoffnung liegt aber gerade das größte Dilemma für alle Menschen, die in unserer Zeit die Geisteswissenschaft ernsthaft suchen. Denn um die Anthroposophie R.Steiners in den Wissenschaftsbetrieb einzugliedern, müsse sich die akademische Welt mit ihrem Absolutheitsanspruch buchstäblich selbst aufheben… Dazu R.Steiner:
Der Intellektualismus ist der Vater des Fanatismus, denn in keiner Religions-Genossenschaft gab es jemals einen so großen Fanatismus wie bei den modernen Wissenschaften…

Für mich ist dies alles eine schwer nachvollziehbare – bzw. auch kontraproduktive Aktion für die Anthroposophie. Evtl. war Archiati der einzige, der sich intensiver mit Mormonen-Clement beschäftigt hat, denn nachfolgende Behauptungen dieses „Professors“ sagen wohl alles, admin:

Archiati:
Es liegt hier der raffinierte Versuch vor, die Anthroposophie einzusargen, das heißt, sie unwirksam zu machen, indem man den Eindruck erweckt, man würde sie fördern. ▪ (S.55-65) Anhand der Doktorarbeit Clements und eines Buchkapitels auf Englisch (es wird mehrfach Englisch zitiert und Deutsch übersetzt) werden folgende Behauptungen Clements dokumentiert (1. und 2. ausdrücklich; 3. indirekt): «1. Steiners Mysteriendramen sind ein «abstruses» Erzeugnis der Vorstellungsbildung eines Dramatikers. 2. Steiner ist «unbestreitbar» – das heißt, es kann und darf nicht bestritten werden –, ein unerfahrener, ja unreifer Dramatiker, der darüber hinaus Goethe und Schiller vielfach falsch interpretiert. 3. Steiners Behauptung, er habe die Inhalte seiner Mysteriendramen aus der geistigen Welt durch unmittelbare Wahrnehmung geholt, beruht auf einem Irrtum, auf einer Selbsttäuschung.»

Hier nur einige Schwerpunkte: ▪ (S.13-16) Die Anthroposophie wird auf die allgemein bekannte «Vorstellungsbildung» oder «mystische Erfahrung» zurückgeführt. Dies ist ein verhängnisvoller Irrtum, weil Rudolf Steiner alles auf das Denken und auf dessen Weiterentwicklung zurückführt. ▪ (S.17-19) Rudolf Steiner schreibt, dass alle Inhalte der Schrift Das Christentum direkt aus der geistigen Welt geholt sind. Clement verzerrt in grober Weise den Wortlaut Rudolf Steiners, um zu beweisen, dass dieser nicht sauber mit seinen Quellen umgeht…
1. Teil schließt mit folgender Bilanz:
«Seine [Clements] Darstellung von Steiners Geisteswissenschaft ist nicht nur unwissenschaftlich, sie ist zudem noch wissenschaftsfeindlich. Wissenschaftlich wäre es, wenn Clement seine stillschweigende Grundannahme thematisiert hätte – die Annahme, dass die ihm bekannte Erkenntnisart die einzig mögliche ist, dass es eine objektiv-wissenschaftliche Erkenntnis des Geistigen durch Weiterentwicklung des Denkens, wie sie Steiner für sich in Anspruch nimmt, nicht geben kann –, und er dann versucht hätte, Steiners Anspruch auf Geisteswissenschaft als auf einem Irrtum oder einer Selbsttäuschung beruhend zu widerlegen. Unwissenschaftlich ist es aber, die eigene Grundannahme nicht zur Sprache zu bringen, sie stillschweigend als unumstößliches Dogma gelten zu lassen und Steiners Geisteswissenschaft zu verkennen, sie hinwegzudekretieren, indem man sie als Ergebnis der üblichen Vorstellungs- und Theoriebildung hinstellt. Und wissenschaftsfeindlich ist: Das eigene Dogma als Machtspruch walten zu lassen, der jeden der Unwissenschaftlichkeit zeiht und mit akademischer Vollmacht wirkungsvoll ausgrenzt, der sich wie Steiner nicht fügt. So kann man versuchen, das Entstehen einer wissenschaftlichen Erkenntnis des Geistigen in der heutigen Menschheit zu verhindern.»

2. TEIL: WAS MACHEN DIE MORMONEN MIT DER ANTHROPOSOPHIE?
Im 2. Teil (S. 41-65) wird auf die Bedeutung des mormonischen Lebenszusammenhangs von Ch. Clement eingegangen. Es werden zudem frühere Veröffentlichungen Clements besprochen. ▪ (S.41-55) Wie Clement zu den Mormonen steht, ist seine Privatsache. Wie die führenden Mormonen zu Clement stehen, was sie durch ihn in der Welt bewirken, ist keine Privatsache. Es stellt sich die Frage: Warum haben sie den selbsternannten «Steiner-Experten» Clement zum Professoren gemacht? Was bezwecken sie mit der Finanzierung seiner Steiner-Ausgabe? Es liegt der raffinierte Versuch vor, die Anthroposophie einzusargen, das heißt, sie unwirksam zu machen, indem man den Eindruck erweckt, man würde sie fördern. ▪ (S.55-65) Anhand der Doktorarbeit Clements und eines Buchkapitels auf Englisch (es wird mehrfach Englisch zitiert und Deutsch übersetzt) werden folgende Behauptungen Clements dokumentiert (1. und 2. ausdrücklich; 3. indirekt): «1. Steiners Mysteriendramen sind ein «abstruses» Erzeugnis der Vorstellungsbildung eines Dramatikers. 2. Steiner ist «unbestreitbar» – das heißt, es kann und darf nicht bestritten werden –, ein unerfahrener, ja unreifer Dramatiker, der darüber hinaus Goethe und Schiller vielfach falsch interpretiert. 3. Steiners Behauptung, er habe die Inhalte seiner Mysteriendramen aus der geistigen Welt durch unmittelbare Wahrnehmung geholt, beruht auf einem Irrtum, auf einer Selbsttäuschung.» (S.64).

3. TEIL: DER MATERIALISTISCHE INTELLEKTUALISMUS WIRKT SOZIAL ZERSTÖRERISCH – es ist daher für die ganze Menschheit lebenswichtig, ihn durch Geisteswissenschaft zu überwinden Im 3. Teil (S. 67-96) wird die heutige Lage der Anthroposophie in der Menschheit am Leitfaden von folgenden Worten Rudolf Steiners dargestellt:
«Wenn ich einmal nicht mehr da bin, wird eine Verintellektualisierung der anthroposophischen Geisteswissenschaft kommen. Das ist eine große Gefahr. Denn das bedeutet die Stagnation der ganzen Bewegung.»
Der Intellektualismus hat weite Kreise der Anthroposophenschaft und vor allem die Führenden in der Rudolf Steiner Nachlassverwaltung (allen voran den Leiter des Rudolf Steiner Archivs) und der Anthroposophischen Gesellschaft erfasst. Die Arbeit von Clement wird gelobt und die kritischen Stimmen werden mit auffälliger Intoleranz zum Schweigen gebracht. ▪ (S. 69-71) Die akademische Wissenschaft hat nicht die Möglichkeit, ein fundiertes Urteil über die Anthroposophie abzugeben, weil diese jenseits ihres Kompetenzbereiches liegt. ▪ (S.81-87) Rudolf Steiner zufolge tritt der Intellektualismus mit einem «Maximum des Fanatismus» auf, und er ist vom zerstörerischen Materialismus untrennbar.
Rudolf Steiner führt Folgendes aus: 1. Zum Intellektualismus als «Maximum des Fanatismus» (S.82): «Ich sage mit vollem Bewusstsein: Der Intellektualismus ist der Vater des Fanatismus, denn in keiner Religions-Genossenschaft gab es jemals einen so großen Fanatismus wie bei den modernen Wissenschafts-Genossenschaften. […] Man muss kennen, wie weit entfernt vom Zugeständnis der Infallibilität an den römischen Papst derjenige sein kann, der unbesieglich an die Infallibilität des Professors oder gar des Abstraktums ‹moderne Wissenschaft› glaubt. Der Glaube an diese Dinge ist so groß, weil man sich dessen gar nicht bewusst ist, dass er überhaupt vorhanden ist, weil man den Glauben daran für eine Selbstverständlichkeit hält. Man bemerkt gar nicht mehr, wie man auf diesem Gebiet in dem Maximum des Fanatismus steckt.» (vgl. Clements Verachtung des Andersdenkenden, S.83). 2. Zur sozial zerstörerischen Wirkung des materialistischen Intellektualismus (S.84-85): «Wenn man die Dinge so laufen lässt, wie sie sich unter dem Einfluss der […] heraufgekommenen Weltanschauung [. ..] entwickelt haben, dann werden wir am Ende des 20. Jahrhunderts vor dem Krieg aller gegen alle stehen. […] Wir würden eine Menschheit heranzüchten sehen, die keine sozialen Instinkte mehr hat, umso mehr aber von sozialen Dingen reden würde. […] Der Intellektualismus, der mit dem Materialismus zusammengehört, er hat die Menschheit so entwickelt, dass er das Vorstellungsleben zu der höchsten Höhe gebracht hat [.. .]. Was aber im Unterbewussten mittlerweile wütete, war das, was den Menschen in seinen Instinkten versklavt hat. Diese müssen wiederum befreit werden. Sie können nur befreit werden, wenn wir [.. .] eine ebenso weithin popularisierte spirituelle Weltanschauung haben, wie wir die materialistische popularisiert haben […]. Denn die wirkliche Folge [. ..] des Intellektualismus und Materialismus der Wissenschaft, die wirkliche Folge überhaupt unserer gegenwärtigen Wissenschaftlichkeit ist ein sozialer Zustand, der chaotisch ist [. . .]. Es ist dringend notwendig, dass in unser Gesamtleben wiederum in populärer Art auch das einfließt, was Kunde von der geistigen Welt gibt.» ▪ (S. 81-87) Dem sozial Zerstörerischen gegenüber wäre eine falsche Toleranz unverantwortlich. Diese würde die Zerstörung nur beschleunigen und vergrößern. Rudolf Steiner sagt dazu: «Der Kampf, der gegen Geisteswissenschaft geführt wird, er hat alle möglichen [. . .] Formen angenommen. Der Kampf, der gegen diesen Kampf geführt wird, der ist noch ein sehr spärlicher. Er muss aber wegen des Heiles und der Fortentwicklung der Menschheit geführt werden. Gesunden muss wieder das, was gerade durch den modernen Wissenschaftsgeist [.. .] krank gemacht wird.» (S.86-87).

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Rudolf Steiner über die kommende Jugend“:
«Die kommende Jugend kommt aus ganz anderen kosmischen Welten her als wir, das wird sich steigern. Sie bringt eine ungeheure Denkfähigkeit, eine Virtuosität des Denkens mit. Das ist aber die größte Versuchung und zugleich der größte ahrimanische Angriff gegen die Anthroposophie. Da wird die Gefahr sein, daß durch die ungeheure Leichtigkeit der Auffassung der anthroposophischen Begriffe die Sache im Denken stecken bleibt und sich ein ungeheures Wohlgefühl im Denken der Anthroposophie entwickelt; aber man wird nicht durchstoßen zur Schulung. Das einzige, was die Jugend bekommen kann, was sie stählen wird, um die künftigen Ereignisse zu bestehen, das ist, daß sie der Anthroposophie in der Schulung begegnet. Die Schulung ist das Fundament, durch das das Studium allein zu einem wahren Ziel geführt werden kann. – Wenn Anthroposophie als Wissenschaft gelehrt wird, wird sie schädlich. Anthroposophie darf niemals bloß Theorie sein; sie muß unmittelbares Leben werden. Läßt man sie bloß Lehre sein, so tötet man sie und übergibt sie Ahriman, dem Herrn des Todes. – Es ist aber den Menschen heute viel bequemer zu denken und einige anthroposophische Begriffe sich anzueignen, als nur eine einzige Gewohnheit abzulegen. Was die Anthroposophie aus unseren Seelen macht, das ist viel wichtiger als noch so viel theoretisches Wissen über geisteswissenschaftliche Begriffe.»[1]
Rudolf Steiner über die kommende Jugend“. Mündliche Äußerung Rudolf Steiners gegenüber Frau Sybell-Petersen, übermittelt von Adelheid Petersen in einem Vortrag, gehalten im August 1950

Hinweis vom Admin: Obiger Auszug sollte keine Entschuldigung für Clements Schreibe sein – denn gerade hier wird sichtbar, wie unsaubere Recherche und Subjektivität Tatsachen verzerren können…

«Man verleumdet Anthroposophie, wenn man sie bloß eine Philosophie nennt. Sie beruht nicht auf einer philosophischen Spekulation, sondern sie beruht auf einer Anschauung,
die ebenso lebendig ist, wie nur eine sinnliche Anschauung sein kann, die aber errungen werden muss, indem der Mensch die Kräfte, die in seiner Seele sonst nur
schlummern, so ausbildet, wie ich es angedeutet habe.»
Rudolf Steiner (Bern, 20. März 1922)

7 Kommentare

  1. Wenn man die Entwicklung der Anhtroposophischen Gesellschaft seit dem Wirken des
    Herrn Clements kritisch betrachtet, sieht man die Wirkung dieses „Gegners“ überall! Beispiel KUNST: Sucht man nach Bauwerken im Plastisch-Organischen Stil,Fehlanzeige! Sucht man nach Bildern mit „Substanz“, die sich um die lebendige Farbe (nach R.Steiner) bemühen, findet man auch nichts! Dafür haben wir Professoren in Architektur, Malerei und Eurhythmie und sogar für Anthroposophie in „Unseren Einrichtungen“ (Alanus-Hochschule)Auch in der Pädogogik sind wir im „Wissenschaftlichen“ angekommen: Anthroposophische Menschenkunde ist zum „Nebenfach“ verkommen, aber staatliches Lehramt ist der Hauptteil der Ausbildung auf „Unseren Seminaren“! Die „Alte Anthroposophie“ ist am Ende, eine „Neue Anthroposophie“, die wieder neu mit Rudolf Steiner (in der „Geistigen Verbindung“)entsteht wird kommen!

  2. Sehe es genau so.R.Steiner mit seiner Weltenweisheit wird niemals untergehen.
    „Formkräfte“ wie ein Herrn Clemens fehlt einfach die Farbe und die Ur-Substanz,sie haben das geistige Erleben noch nicht umgesetzt. Insofern wichtig in der geistigen Verbindung bleiben wie R.Steiner gelehrt.

    Das Reden aus dem Geiste heraus

    »Die Leute kämpfen heute kontra Anthroposophie – und manchmal auch pro – recht materialistisch, das heißt geistlos, während es sich darum handelt, daß man mit dem Erleben des Geistes ernst macht. […] Also das möchte ich einmal ganz deutlich ausgesprochen haben, meine lieben Freunde: bei dem, was ich hier meine und jemals gemeint habe, handelt es sich nicht darum, vom Geist zu reden, sondern darum, aus dem Geiste heraus zu reden, im Reden selber den Geist zu entwickeln. Das ist dann der Geist, der erst wirklich erzieherisch wiederum in unser totes Kulturleben hereinschlagen kann. Das muß der Blitz werden, der in unser totes Kulturleben hereinschlagen muß, um es wiederum zum Leben zu entzünden.«

    [Rudolf Steiner, »Geistige Wirkungskräfte im Zusammenleben von alter und junger Generation«, GA 217, 4. Aufl. 1964, Dritter Vortrag, Stuttgart, 5. Oktober 1922, S. 46 oder 6. Aufl. 1988, S. 52]

  3. @mira-
    du schreibst:
    „Formkräfte“ wie ein Herrn Clemens fehlt einfach die Farbe und die Ur-Substanz,sie haben das geistige Erleben noch nicht umgesetzt…“
    ich wäre ja schon zufrieden, wenn so jemand wie clement die redlichkeit hätte, seine reduzierte erkenntnismöglichkeit gegenüber steiner zu erfassen. aber dann hätte er sich seine pamplethe wohl erspart.

  4. Liebe Freidenker und Freunde der Anthroposophie,

    Da das Thema hier anscheinend auf Interesse stößt: Ende dieses Jahres erscheint der nunmehr fünfte Band der Kritischen Ausgabe, ein Doppelband mit Steiners drei zentralen Schriften zur Kosmogonie und Anthropogenie. Ein Höhepunkt in der Reihe und ein Muss für alle an der Anthroposophie interessierten Leser – besonders jene, die nicht bloß abstruse Verschwörungsphantasien kolportieren, sondern sich der harten Arbeit des Selber-Lesens und Selber-Denkens unterziehen wollen.

    Auch das Vorwort ist diesmal besonders empfehlenswert; es stammt von Wouter Hanegraaff, einem Pionier und einer Koryphäe der modernen Esoterikforschung.

    Einen Vorblick auf dieses anthroposophische Medienereignis kann man schon jetzt auf der Webseite der SKA nehmen: http://www.steinerkritischeausgabe.com

    Mit herzlichem Gruß und besten Wünschen für die anthroposophische Arbeit,
    Christian Clement (Herausgeber)

    • …mit obigen kommentareintrag soll eine möglichkeit geboten sein, denkerisch nachzuvollziehen, wie eben unsere verintellektualisierung – eine zeitströmung, die ja langsam überwunden werden muss, sich mit steiner und der anthroposophie auseinander setzt.
      …gehen wir auf den oben genannten link, sind rechter hand kommentare aufgelistet wie:
      „… eine kritische Edition und Analyse des Werkes von Rudolf Steiner … das kommt beinahe einer Revolution gleich.“
      Helmut Zander
      …nun ja, wer zander kennt, kann nicht darüber verwundert sein.
      »… äußerst verständnisvoll geschriebene Einführung in die Anthroposophie … Ein Glücksfall!«
      Jens Heisterkamp
      …heisterkamp schätze ich aufgrund seiner sozialtherapeutischen beiträge – aber seine (heisterkamps) politischen beiträge sind mehr oder weniger dem mainstreamdenken verhaftet (in Info3: Ken Jebsen, Daniele Ganser sind ziemlich üble Gestalten!).
      so sollte auch hier seine aussage von einem „glücksfall“ relativiert werden.
      …und kommen wir hier zu archiati:
      ​“die Anthroposophie Rudolf Steiners … historisch-kritisch perfekt aufbereitet“
      Pietro Archiati
      dieses zitat kann nur aus dem zusammenhang gerissen worden sein… wohl eines der haupt-tools, mit denen sie, lieber herr clement, besonders gerne arbeiten?

  5. lieber herr clement, ist ja wohl mehr eine rethorische fragestellung?
    …aber lassen sie mich trotzdem darauf eingehen: streit- oder schmähschrift – in ihren abhandlungen wohl mehr eine schmähschrift?
    die problematik unserer zeit – und ersichtlich eben in den vielen „wissenschaftlichen“ abhandlungen liegen m.e. zu recht in der erdachten einseitigen zulassung von rein intellektuellen betrachtungen:
    „die Annahme, dass die ihm (Clement) bekannte Erkenntnisart die einzig mögliche ist, dass es eine objektiv-wissenschaftliche Erkenntnis des Geistigen durch Weiterentwicklung des Denkens, wie sie Steiner für sich in Anspruch nimmt, nicht geben kann…“
    als maler möchte ich dies etwa so formulieren: wennn ich farbenblind bin, sollte ich das malen gar nicht erst versuchen 🙂

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