Die übliche Art, das Leben nach dem Tode nur für sich zu betrachten, ist ebenso einseitig, als den Blick allein auf das irdische Leben gerichtet zu halten. Beide gehören zusammen…

Unsere Toten Und Wir – Heft 11 und Heft 12 – Schulungsbriefe über die Wandlungsmacht des Todes – Fred Poeppig

Die heute übliche Art, das Leben nach dem Tode nur für sich zu betrachten, ist ebenso einseitig, als den Blick allein auf das irdische Leben gerichtet zu halten. Beide gehören zusammen und ergänzen sich zu einer höheren Einheit.
Die Klammer aber, die das diesseitige und jenseitige Leben verbindet, ist die Idee der wiederholten Erdenleben, die das Diesseits und Jenseits zu einer harmonisch-gegliederten gesetzmäßigen Synthese miteinander vermählt.
Erst dieser Gedanke verleiht dem Leben eine Harmonie und Ausgeglichenheit, weil er das einzelne Leben als Glied in der Kette einer größeren Einheit offenbart.
Erst auf dem Hintergrunde einer durchchristeten Weltanschauung wird die östlich-buddhistische Auffassung der Reinkarnation von ihrer Einseitigkeit erlöst. Die Fragen nach dem tieferen Sinn der wiederholten Erdenleben, nach dem Woher, Wohin und Wozu, die Buddha nicht beantwortet hat, finden hier ihre befriedigenden Antworten. Nachdem Christus der Erde ihren tieferen Sinn gegeben hat, ist die Erde nicht mehr ein bloßes Jammertal der das Feld einer wertlosen Sinnestäuschung, dem wir so bald wie möglich entfliehen müssen, sondern die uns von der göttlichen Vorsehung gegebene Arbeitsstätte, „die Pflanzschule höherer Geister“ (Goethe), auf der wir unsere Persönlichkeit entwickeln können, um zu selbständigen
Ich-bewußten Wesen heranzureifen…

Heft 11:
Unsere Toten Und Wir – Heft 11 – Schulungsbriefe über die Wandlungsmacht des Todes – Fred Poeppig

Heft 12:
…Einmal kommen nämlich auch diejenigen Menschen, die so recht im Materialismus leben und nichts von einer göttlich-geistigen Welt wissen wollen, die vielleicht,
der Zeittendenz folgend, über alles Übersinnliche spotten, unwiderruflich mit der geistigen Welt in Berührung, nämlich wenn sie sterben. Dann müssen auch sie in den sphärischen Bereich und in den Zustand eintreten, den sie während ihres Erdenlebens verächtlich belächelt und geleugnet haben. Plötzlich fehlt ihnen der tragende Grund ihrer Existenz, nachdem sie auf der Erde geglaubt haben, das ganze Dasein bereits zu kennen und zu besitzen. Es ist heute schon nicht schwer, sich vorzustellen, daß eine
Zeit heraufkommen muß, in der im Reiche der Verstorbenen als Rückschlag auf den Materialismus, dem man auf der Erde gefrönt hat, unendliche Qualen erlitten werden. Eine große Atemnot muß die Seelen befallen, die nun im Materialismus als ihrem einzigen gewohnten Lebenselement nicht mehr verharren können und doch die Kraft haben sollen, sich
als Geist unter Geistern zu halten. Je gröber und magischer der Materialismus auf der Erde wird, um so mehr muß für diejenigen Seelen, die sich daran verloren haben, das Leben nach dem Tode zur Hölle werden…
…“Das Tor des Tode s ist seit uralten Zeiten immer wiederum da, wo man von Mysterienwahrheiten gesprochen hat. . . Dieses Tor des Todes kann nicht erreicht werden, wenn wir es nicht zu erreichen suchen durch dasjenige, was uns ja hinlänglich bekannt ist unter dem Namen Meditation, das heißt Hingabe an irgendwelche, gerade für unsere Individualität geeignete Gedanken oder Empfindungen, die wir so in den Mittelpunkt unseres Bewußtseins hineinstellen, daß wir uns ganz mit ihnen identifizieren.“ …

Heft 12:
Unsere Toten Und Wir – Heft 12 – Schulungsbriefe über die Wandlungsmacht des Todes – Fred Poeppig

…weitere Texte von F. Poeppig:

Wege zu einem vertieften Christusverständnis und zur Pflege eines meditativen Lebens – Fred Poeppig
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DIE APOKALYPSE DES JOHANNES ALS SCHULUNGSBUCH zugleich eine Einführung in das Verständnis ihrer Bilder und Symbole / FRED POEPPIG
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Das Erleben des Menschen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Rudolf Steiner
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