Homöopathie – Special / Klaus Binding

Klaus Binding ist Homöopath, Pädagoge, Autor und Kinderbuch-Autor.
Hier auf dieser Seite versucht er in allgemeinverständiger Sprache die Grundlagen der Homöopathie darzustellen.

Diese Beiträge werden stetig erweitert, admin.

Klaus Binding erklärt Homöopathie:

Homöopathie Grundlagen

Homöopathie ist eine Heilkunst, die auf Heil-Gesetzen beruht. Die Hochschulmedizin hat kein Heilgesetz, lediglich physikalische und biochemische Grundlagen. Auch das Menschenbild der Homöopathie unterscheidet sich als Ganzheitsbild gravierend vom Nur-Körperbild der Schulmediziner.
Das Grund-Heil-Prinzip ist das Ähnlichkeitsgesetz! Das bedeutet: eine Substanz z.B. Arsen verursacht aufgrund seiner Giftigkeit beim Gesunden eine „Krankheit“ mit besonderen Symptomen. ( Vergiftungsbild: Bauchschmerzen, Übelkeit, extreme Schwäche, Unruhe, Todesangst, blutiger Durchfall…). Hat nun ein Erkrankter, der kein Arsen eingenommen hat, ein Symptomenbild, das dem Vergiftungsbild von Arsen ähnlich ist, so ist Arsen in potenzierter Form das passende Heilmittel für diesen Kranken, denn: similia similibus curentur, Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt.
Es zeigt sich eine weitere Gesetzmäßigkeit: was für den Gesunden Gift ist, ist für den Kranken das heilende Arzneimittel. Es liegt in der Weisheit der griechischen Sprache, dass das Wort Pharmakon Gift wie auch Heilmittel bedeutet! Hier kommt das Polaritätsgesetz zum Tragen.
Die Schulmedizin „denkt“ nicht homöopathisch, sondern allopathisch, also ganz anders, verschieden, entgegengesetzt. Dort wird angestrebt durch das Gegenteil zu Heilen- per contraria, mit Mitteln die sich nicht am ganzheitlichen Symptomenbild des Kranken orientieren, sondern Symptome sollen mit chemischen Mitteln beseitigt werden, die eine entgegensetze Wirkung zum Symptom haben. So können zwar Effekte hervorgerufen werden ( es passiert was… Kopfschmerzen verschwinden erst mal), aber niemals Heilung! Das Gegensatzprinzip widerspricht dem Weltgesetz. Alle großen ( und kleinen) Heiler aller Zeiten wussten das. Zweihundert Jahre vor Samuel Hahnemann betonte der weise Paracelsus: „Auf keinen Fall wird eine Krankheit per contraria geheilt, sondern mit Hilfe des Simile.“ In seinem Paragranum schreibt er: „ Weißt du , dass eine Krankheit arsenikalisches Gepräge hat, so zeigt dir das die Kur an. Denn Arsenik heilt Arsenik, Anthrax heilt Anthrax, wie Gift nun einmal Gift heilt.“
Heilung kann nur durch Ähnlichkeit erfolgen. Hahnemann hat ein lange bekanntes Urprinzip, das Ähnlichkeitsgesetz, in eine therapeutisch anwendbare Form gebracht.

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Homöopathie verstehen: Hahnemanns Menschenbild
Im Paragraph 1 des Organon findet sich das philosophische Vorspiel des gesamten Werkes.
Hahnemann spricht vom kranken Menschen, er nennt ihn auch Geschöpf Gottes, den es zu Heilen gilt. Der Mensch IST krank und HAT deshalb Symptome.
Der Begriff Krankheiten ist nur ein technisches Hilfsmittel um Körperzustände zu erklären. Für Hahnemann ist das wirklich Menschliche, der in jedem Menschen „inwohnende, vernünftige Geist“ ( Paragraph 9), und der Körper das Werkzeug des Geistes.

Der Geist bestimmt den Lebenslauf im freien Denken und Handeln, im Verwirklichen der persönlichen Ideen, im Streben nach Zielen. Geist und Herz, Denken und Fühlen machen den Menschen aus, und nur das kann erkranken und deshalb auch geheilt werden. Körpersymptome sind lediglich äußere Signale, Hilfsmittel um den kranken Menschen dahinter zu erkennen… und auch zu behandeln, zu Heilen.

„Es gibt keine Krankheiten, nur kranke Menschen.“ (James T. Kent, 1849-1916)
„ Des Arztes höchster und einziger Beruf ist es, kranke Menschen gesund zu machen, was man Heilen nennt.“ (Paragraph 1, Organon der Heilkunst, Samuel Hahnemann)

Homöopathie Grundlagen
Homöopathie ist eine Heilkunst, die auf Heil-Gesetzen beruht. Die Hochschulmedizin hat kein Heilgesetz, lediglich physikalische und biochemische Grundlagen. Auch das Menschenbild der Homöopathie unterscheidet sich als Ganzheitsbild gravierend vom Nur-Körperbild der Schulmediziner.
Das Grund-Heil-Prinzip ist das Ähnlichkeitsgesetz! Das bedeutet: eine Substanz z.B. Arsen verursacht aufgrund seiner Giftigkeit beim Gesunden eine „Krankheit“ mit besonderen Symptomen. ( Vergiftungsbild: Bauchschmerzen, Übelkeit, extreme Schwäche, Unruhe, Todesangst, blutiger Durchfall…). Hat nun ein Erkrankter, der kein Arsen eingenommen hat, ein Symptomenbild, das dem Vergiftungsbild von Arsen ähnlich ist, so ist Arsen in potenzierter Form das passende Heilmittel für diesen Kranken, denn: similia similibus curentur, Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt.
Es zeigt sich eine weitere Gesetzmäßigkeit: was für den Gesunden Gift ist, ist für den Kranken das heilende Arzneimittel. Es liegt in der Weisheit der griechischen Sprache, dass das Wort Pharmakon Gift wie auch Heilmittel bedeutet! Hier kommt das Polaritätsgesetz zum Tragen.
Die Schulmedizin „denkt“ nicht homöopathisch, sondern allopathisch, also ganz anders, verschieden, entgegengesetzt. Dort wird angestrebt durch das Gegenteil zu Heilen- per contraria, mit Mitteln die sich nicht am ganzheitlichen Symptomenbild des Kranken orientieren, sondern Symptome sollen mit chemischen Mitteln beseitigt werden, die eine entgegensetze Wirkung zum Symptom haben. So können zwar Effekte hervorgerufen werden ( es passiert was… Kopfschmerzen verschwinden erst mal), aber niemals Heilung! Das Gegensatzprinzip widerspricht dem Weltgesetz. Alle großen ( und kleinen) Heiler aller Zeiten wussten das. Zweihundert Jahre vor Samuel Hahnemann betonte der weise Paracelsus: „Auf keinen Fall wird eine Krankheit per contraria geheilt, sondern mit Hilfe des Simile.“ In seinem Paragranum schreibt er: „ Weißt du , dass eine Krankheit arsenikalisches Gepräge hat, so zeigt dir das die Kur an. Denn Arsenik heilt Arsenik, Anthrax heilt Anthrax, wie Gift nun einmal Gift heilt.“
Heilung kann nur durch Ähnlichkeit erfolgen. Hahnemann hat ein lange bekanntes Urprinzip, das Ähnlichkeitsgesetz, in eine therapeutisch anwendbare Form gebracht.

Gesundheit und Krankheit
„Im gesunden Zustande des Menschen waltet die geistartige, als Dynamis den materiellen Körper belebende Lebenskraft unumschränkt und hält alle seine Teile in bewundernswürdig harmonischem Lebensgange, in Gefühlen und Tätigkeiten….“ (Hahnemann, Organon § 9)
Gesundheit bedeutet uneingeschränktes, körperliches Wohlbefinden, seelisches Gleichgewicht und vernünftiges, kreatives Denken und Handeln. Diese Definitionen umschreiben einen Idealzustand, der nur selten langfristig zu beobachten ist.

Menschsein und Krankheit bedingen einander, weil der Mensch als freies Geschöpf anfällig für Irrtümer und Fehler ist. Leben heißt Entwicklung, und das läuft nie ohne Störungen ab. Die menschliche Biografie ist ein mehr oder weniger anstrengender Hindernislauf. Kranksein tritt dort zutage, wo der Mensch die Hindernisse, die ihm das Leben in den Weg legt, und die ihn vorwärts bringen sollen, umgeht, statt sie zu überwinden. Jede Lebensschwierigkeit ist eine Herausforderung sie zu bewältigen. Krankheit fungiert als Korrektiv. Die sogenannten Krankheiten sind nicht zufällige Ereignisse, die aus heiterem Himmel und ohne Vorwarnung auftreten. Das Krankwerden ist nicht sinnlos. Es hat eine unmittelbare Bedeutung für den menschlichen Lebensweg. Das blinde Bekämpfen der Krankheit ist unsinnig, weil Kranksein den Lebensweg ergänzt. Krankheitssymptome sind Hinweise auf eine Fehlentwicklung und deshalb hilfreich. Symptome als beziehungslose Zufallserscheinungen zu unterdrücken, verhindert, ihre Bedeutung zu verstehen und ihre tiefere Botschaft für das persönliche Vorwärtskommen zu nutzen. Krankheit kann so betrachtet ihren zwingenden, negativen Charakter verlieren und zum Hinterfragen der verschiedenen Symptome führen. Nur weil der Mensch krankheitsanfällig ist, ist er auch heilbar. Deshalb kann er sich menschlich weiterentwickeln, seinem wahren Lebenssinn und Menschentum näher kommen.

Die Kinderkrankheiten zeigen eindrucksvoll die entwicklungsfördernde Kraft der Krankheit. Nach der überstandenen Kinderkrankheit, die der Gesundheitsstärkung des Kindes dient, ist immer ein Entwicklungssprung zu bemerken. In der Volksheilkunde ist diese natürliche Entwicklungssteuerung immer gegenwärtig gewesen. Die reguläre Entwicklung des Kindes durch spezielles Impfen gegen die Kinderkrankheiten zu blockieren, ist Ausdruck fehlenden Verständnisses für natürliche Heilungsabläufe.

Krankheit ist die Antwort auf menschliche Fehlentwicklung und hat ihren Ursprung im überkörperlichen Bereich. Primär ist immer die Lebenskraft betroffen, danach erst die körperliche Ebene. „Der Patient ist längst krank, bevor sich die Krankheit irgendwo lokalisiert.“ (Kent)
James T. Kent, Hahnemanns genialster Nachfolger, betonte schon lange vor dem psychosomatischen Krankheitsmodell die Eigenverantwortung für die eigene Entwicklung und Gesundheit: „Wie du denkst, so wirst du“.
„Wenn der Mensch ständig in den Gedanken seiner eigenen Schwäche lebt (psorisch), wenn er stolz und überheblich ist (sykotisch), oder in der Destruktivität des Hasses lebt (syphilitsch), so wird er in der Folge auch entsprechende funktionelle und körperliche Krankheitsmerkmale entwickeln.“ (Kent)

Ziel der Homöopathie: der Mensch
Der Mensch steht im Zentrum der homöopathischen Therapie. Er ist mehr als dass, was mit den Sinnen wahrgenommen werden kann. Sein Seelenleben, die Lebenskraft ( homöopathisch: Dynamis ) und sein Denken sind Realitäten, wie sein physischer Körper. Fühlen und Denken werden nicht vom Körper erzeugt, sondern sind geistige Qualitäten, die der individuelle Mensch mit Hilfe seines Körpers zum Ausdruck bringt. Die Lebenskraft schafft fundamental die Grundlage dazu – ohne Lebenskraft, kein Leben!

Jeder Mensch ist einzigartig in Gesundheit und Krankheit; eine Individualität. Kern der Individualität ist die Ichhaftigkeit und die damit verbundene innere Freiheit. Das Ich ist der Name des Menschen, den jeder nur einmalig für sich selbst aussprechen kann. Niemals kann der Name „Ich“ von außen genannt für mich gelten ( mich ist die Zusammenziehung von mein ich). Der Mensch ist aus den gruppenhaften Wir-Verhältnissen der Sippen- und Volksgemeinschaften im Laufe seiner Entwicklung zum freien Ich-Wesen geworden. Er kann in eigener moralischer Verantwortung sein Leben frei gestalten.

Jedes Leben ist sinnvoll, allgemein und als persönlicher Lebensweg. Sich die eigene Biografie schrittweise bewusst zu machen und zum Leitfaden der persönlichen Entwicklung zu machen, ist der Lebenssinn des einzelnen Menschen. Was ist meine Aufgabe in diesem Leben? Fehlende Sinnhaftigkeit des eigenen Daseins führt in die tiefste Verzweiflung, erkannte und verwirklichte Lebensaufgabe zu höchster Erfüllung. So individuell der Mensch auch ist, wie einschneidend seine Entfremdung von der Natur sein mag, bleibt er dennoch als soziales Wesen mit allen und allem verbunden. Nur die Verwandtschaft mit Mensch und Göttlichem, mit Mineral, Pflanze und Tier macht ihn heilbar. Zu allem steht er in Beziehung. Die höhere Verwandtschaft, das große Verbundensein mit allem, zu erkennen und im alltäglichen Leben umzusetzen, ist der Weg jedes Menschen. Menschenerkenntnis ist Selbsterkenntnis, und nur ein wahres Menschenbild, dass den Menschen als göttliches, geistiges Wesen definiert, kann als Grundlage menschengemäßer Therapie heilsam sein. Ein falsches Menschenbild führt zwangsläufig zu falscher Therapie. Wer das Ziel nicht kennt, kann vom Weg nichts wissen.

Lesetipp:

Homöopathie: Theorie und Praxis Gebundene Ausgabe – 10. September 2012
von Klaus Binding

1796: das Geburtsjahr der Homöopathie. Samuel Hahnemann, Arzt und Apotheker, begründet eine radikal neue Heilmethode – gegen den Widerstand der damaligen Ärzteschaft. Mehr als 200 Jahre sind vergangen, doch die Homöopathie wächst weiter. Die von Hahnemann erarbeiteten Grundlagen haben nicht an Aktualität verloren, weil ihnen zeitlose Heilgesetze zugrunde liegen. Abwandlungen und Verfälschungen der Homöopathie Hahnemanns mindern die therapeutische Effizienz und verwischen das Bild der Homöopathie im öffentlichen Verständnis. Das Buch gibt einen praktischen Einstieg in die klassische Homöopathie im Theorieteil. Anhand von Beispielen wird das homöopathische Therapieren erklärt, von den Grundlagen bis zur Idee der Miasmen. Es ist für Anfänger, Fortgeschrittene und für den Homöopathie-Unterricht geeignet.
Der Praxisteil befasst sich mit ADHS, Kinderkrankheiten, Schlafstörungen, Hautproblemen u.a. und interpretiert Arzneimittel ganzheitlich. Im Anhang wird über Fasten, Antibiotika, Süßstoff und Impfen informiert.
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Themenbereiche:

Homöopathische Grundgedanken

Der Sinn des Krankwerdens

Antibiotika

Burnout – Diagnose und Therapie

Kinderkrankheiten

Die Virushysterie um das „AIDS-Virus“

Homöopathie und die Infektionsthese

…wird laufend fortgesetzt

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