Meditation nach Rudolf Steiner

Meditation als Forschungsmethode
Anthroposophische Meditation kann als geisteswissenschaftliche Forschungsmethode klar durchschaut werden. Sie hellt die im gewöhnlichen Bewusstsein unbewusst lebenden Bereiche des Erkennens auf und führt zu einem immer bewussteren Erleben des Geistigen.
Vier Stufen der Meditation
Anthroposophische Meditation ist eine Forschungsmethode, die zu konkreten Erfahrungen und Erkenntnissen des Geistigen führt…
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Rosenkreuz-Meditation nach Rudolf Steiner, Vortrag von Rolf Speckner Teil 1

Vid – 2: hier weiter

Rosenkreuzer – Hintergrundinfo
Rosenkreuzer nennt man die Mitglieder einer Ordensgemeinschaft, deren Anfänge im 17. Jahrhundert liegen… hier weiter

s. dazu auch:

Nebenübungen für die Charakterschulung / Rudolf Steiner
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DAS WESEN DES GEBETES – Rudolf Steiner
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Auszug aus einer E. S. in München am 23.08.1911 durch Rudolf Steiner. Aus der Erinnerung niedergeschrieben von Günther Wagner.

…Heute wollen wir nur einiges Allgemeine geben; am nächsten Sonnabend Spezielleres. Heute soll betrachtet werden das, was man als den allein rechten und wahren Anfang des Hellsehens ansehen darf.

Das Hauptgewicht bei aller Esoterik, bei aller inneren Entwicklung ist darauf zu legen, Windstille, innere Ruhe herzustellen und zu bewahren nach der eigentlichen Meditation. Nachdem wir die Formeln oder anderen Verrichtungen, die uns die Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen für unsere Schulung gegeben haben, in unserer Meditation vorgenommen haben, sollen wir noch eine Weile in absoluter Ruhe verharren.

Nichts von unserem alltäglichen Leben, keine Erinnerung daran, nicht einmal ein Gefühl unseres Körpers soll da hinein dringen. Körperlos müssen wir uns fühlen, wie leer; auch die Gedanken an unser eigenes Dasein müssen wir fallenlassen, nur den Tatbestand des eigenen Daseins sollen wir gelten lassen. Dabei aber nicht einschlafen, nicht in einen Traum- oder Schlafzustand verfallen.

Dann tritt der Zustand ein, in dem Hellsichtigkeit beginnen kann. Was in solchen Augenblicken vor unserem inneren Blick auftaucht, kommt aus der geistigen Welt. Es gibt Merkmale dafür, ob diese da auftauchenden Bilder rein geistig oder ob es Truggebilde sind.

Was wird geschehen, wenn der Ätherleib den physischen Leib verließe, auch nur für einen Augenblick? Der physische Leib würde sich zusammenziehen, er würde zusammenschrumpfen, runzelig werden; er hat die Tendenz, auf den kleinsten Raum sich zusammenzuziehen und sich schließlich in ein Nichts aufzulösen. Die Tendenz des Ätherleibes ist, sich auszubreiten in die Raumesweiten; er fühlt sich dann verbunden mit allen Kräften draußen im Raum. Er erfüllt den physischen Leib und breitet ihn aus, so weit eben, wie dieser ist.

Durch diese Tendenz des physischen Leibes, zusammenzuschrumpfen, bekommen wir im Alter Runzeln. Der physische Leib schrumpft zusammen, weil der Ätherleib darin nicht mehr ebenso wirkt wie in der Jugend.

Etwas Ähnliches tritt mit unserem Ätherleib ein in unseren Meditationen. Der Ätherleib strömt und breitet sich aus im Raum und fühlt sich in allem darinnen. Dasselbe ist auch im Tode, wenn der physische Leib den Ätherleib entlässt, der Fall im ersten Augenblick; das kann auch Tage dauern.

Ein seliges Gefühl ist es, wenn sich der Ätherleib wie aufgelöst im Raume fühlt. Und wäre der Astralleib nicht da, dann würde es so bleiben bis zur Neugeburt. Der Astralleib aber zieht den Ätherleib wieder zusammen durch seine Begierden, Triebe und Leidenschaften, und dadurch tritt der Mensch in Kamaloka ein.

In der Meditation nun soll dahin gestrebt werden – und das wird nach jahrelangen Mühen auch dahin gebracht -, dass das Innere des Menschen sich durchleuchtet fühlt. Er selbst wird zum Licht, zum Leuchter, der die Gegenstände in der geistigen Welt beleuchtet, die an ihn herantreten. Die Erscheinungen, die wir in solchen Momenten tiefster Seelenruhe haben, sind dann nicht wie solche des physischen Lebens, so dass wir sie von außen ansehen, etwa wie wenn wir am Horizont morgens die Sonne aufgehen sehen, sondern – um das Beispiel der Sonne beizubehalten – wir werden uns dann selbst in der Sonne, die da am Horizont unseres hellseherischen Bewusstseins aufsteigt, darinnenfühlen. Aufgeteilt im Raume fühlen wir uns da.“

GA 266b, S. 180 ff.

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Innere Entwicklung durch Anthroposophie
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