Deutsche Waffen – Massenvernichtungsmittel Nr. 1 des 21. Jahrhunderts…

…man kann immer wieder nur staunen.
Es gibt immer noch Menschen auf diesem Planeten, die ihre kostbare Lebenszeit damit verbringen, Kriegs- und Totmachgeräte zu produzieren – für die Psychopathen, die dann die Einsatzbefehle geben – an das Fußvolk – oder anders ausgedrückt – Kanonenfutter. Ein Kreislauf des Irrsinns…
Rüstungswahn und die Waffengeschäfte. Menschen mit einer reduzierten Weltperspektive.
…wo sind Menschen ohne Empathie, Verantwortung und ohne Moral zu finden, wenn es um das richtig grosse „Geldmachen“ geht? Ja, nicht nur bei den Bankstern…
…“böse Menschen“ oder doch nur „arme Hunde“? Nur ein sehr reduziertes Weltbild scheint mir die Basis zu sein, seine Lebensenergie und die kostbare Lebenszeit mit der Entwicklung und Produzierung von tot-bringender Technik zu vergeuden. Früher sagte man, diese Menschen landen mal in der Hölle. Heute würde ich das anders definieren: Sie bauen sich ein verdammt übles Karma, admin
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Flüchtling über deutsche Waffenindustrie – „Ihre Fabriken verursachen Flucht“
Rex Osa floh aus Nigeria. Am Bodensee demonstriert er gegen die hiesige Rüstungsindustrie. Deren Waffen unterstützten das Regime.
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Aktuelles:

Rheinmetall und der gesamtheitlich integrierte Soldat
Mit dem „System Infantrie“ werden Soldaten, Roboter, Sensoren und Waffen zu einem System vernetzt, das auf die Ersetzung des Soldaten an der Front zuläuft
„System Infanterie“. Bild: Rheinmetall
Der deutsche Rüstungskonzern und Automobilzulieferer Rheinmetall versucht mit seinem Slogan, bei dem man auf die Punkte, die wohl Betonung suggerieren sollen, nicht verzichten mag, beide Branchen zu einer Marke zu machen: „Mobility. Security. Passion“. Das soll dann so sein, dass der Konzern eine Leidenschaft für Technologien der Mobilität und Sicherheit besitzt. Dabei steht, ähnlich wie das immer die zur Verteidigung verkürzte Rüstung insinuiert, Sicherheit auf der Seite des Käufers mit letaler Vernichtungskraft für die andere Seite.
Zumindest was die Waffentechniken angeht, ist die Zeit günstig. Die Welt befindet sich in einer Aufrüstungsspirale, der Westen sieht sich vor allem im Konflikt mit Russland und im Kampf gegen islamistische Extremisten im Nahen Osten, in Afghanistan und in Nordafrika. Unter Druck der Trump-Regierung werden Rüstungsbudgets erhöht. Davon profitierte gerade auch Rheinmetall, das in den letzten alleine von der Bundeswehr Aufträge in Höhe von 1,4Milliarden Euro erhielt – für Munition, für die technische Aufrüstung des Schützenpanzers Puma, für die Modernisierung der Boxer-Führungsfahrzeuge, für über 2200 neue LKWs sowie für technische Infanteriesysteme.Letzte Woche bestellten zwei Staaten Skyguard-3-Luftabwehrsysteme für 220 Millionen Euro…
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»Konzernvorstand hat Schuld auf sich geladen«
Friedensaktivisten wollen vor und in der Aktionärsversammlung von Heckler & Koch protestieren. Ein Gespräch mit Jürgen Grässlin
Sie und das Umfeld des Rüstungsinformationsbüros, RIB, haben insgesamt neun Aktien des Waffenherstellers Heckler & Koch erworben. War es leicht, an die Anteile zu gelangen?
Nein. Die Aktien von H&K werden an der Euronext-Börse in Paris gehandelt. Ursprünglich wurden dort lediglich 5.000 der 21 Millionen Aktien zum Kauf angeboten. Das heißt, nur dann wenn von diesen 5.000 gerade einige angeboten werden, ist es möglich, auf dem freien Markt Anteilscheine zu kaufen. Dafür bleibt dann meist wenig Zeit.
Wie wollen Sie diese Aktien nun nutzen?
Wir wollen als Friedensaktivisten bei der H&K-Hauptversammlung am 15. August präsent sein. Wie im letzten Jahr treffen sich die Aktionäre in Sulz-Glatt, diesmal im Hotel Züfle. Doch 2016 blieben die Rüstungsaktionäre in vergleichsweise kleiner Runde unter sich. Die Hinterzimmerpolitik des größten deutschen Kleinwaffenexporteurs muss aber ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden.
Nach deutschem Recht dürfen Aktionäre – egal wie viele Aktien sie halten – im Vorfeld der Hauptversammlung Gegenanträge zur Nichtentlastung von Vorstand und Aufsichtsrat verfassen, in der Versammlung dürfen sie zudem kritische Fragen stellen. Die Geschäftsführung hat gegenüber uns als Firmenmitbesitzer eine Auskunftsverpflichtung. Wir hoffen, Antworten auf unsere brisanten Fragen zu bekommen. Das nächste Ziel ist es, die »Kritischen Aktionäre und Aktionärinnen Heckler & Koch« aufzubauen. Ähnliche Vereinigungen gibt es zum Beispiel bei der Bayer AG, der Daimler AG und der Deutsche Bank AG. Kritik aus dem Konzern heraus hat ein ganz anderes Gewicht als ein Protest, der ausschließlich vor dem Werkstor stattfindet. So konnten wir den Daimler-Konzern als ehemals größten deutschen Rüstungsriesen zwingen, vollständig aus der Rüstungsproduktion auszusteigen.
Quelle: junge Welt

Ex-Verteidigungsminister soll Rheinmetall „kontrollieren“…
Auf der Hauptversammlung des Rüstungskonzerns soll Franz Josef Jung in den Aufsichtsrat des Unternehmens gewählt werden. Er wäre dann nicht der einzige Ex-Minister in den Reihen von Rheinmetall. Der frühere Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung soll in den Rheinmetall-Aufsichtsrat einziehen. Der 68-jährige CDU-Politiker, der von 2005 bis 2009 an der Spitze des Verteidigungsministeriums stand und danach kurz Bundesarbeitsminister war, soll nach Recherchen der „Welt“ auf der Hauptversammlung am 9. Mai in das Kontrollgremium gewählt werden. Ein Rheinmetall-Sprecher begründete die geplante Berufung mit der besonderen Expertise von Jung im Verteidigungsbereich. Der Rheinmetall-Konzern mit 5,6 Milliarden Euro Umsatz (2016) besitzt zwei nahezu gleich große Umsatzsäulen aus Automobiltechnik sowie Rüstung.
Quelle: Welt Online

Ein stummes Idyll
Auch wenn Saudi-Arabien den Jemen bombardiert, liefert Deutschland weiter Waffen dorthin. Dort, wo sie gebaut werden, scheint der Krieg fern.
Nicht einmal einen leichten Windhauch verspürt, wer an diesem Tag bei strahlendem Sonnenschein den Uferweg des Bodensees in Friedrichshafen-Manzell entlangläuft. Nur das Schnattern der Schwäne durchbricht die Stille auf dem ruhig daliegenden Wasser. Lange graue Fabrikhallen stehen hier, daneben erhebt sich ein dunkelgelber Kastenbau, nur durch einen Zaun vom See getrennt. Auf dem Dach glitzert ein Daimler-Stern in der Sonne. Ein Relikt aus alten Zeiten; seit 2014 gehört die MTU Friedrichshafen GmbH dem Rolls-Royce-Konzern.
Anderthalb Jahre zuvor, am 12. April 2015, blockiert die saudi-arabische Armee mit Schiffen den Zugang zu allen jeminitischen Häfen. Neben dem Import von Lebensmitteln verhindert die Seeblockade den Zugang zu Treibstoff, der im Jemen Pumpen antreibt, um die Bevölkerung mit Trinkwasser zu versorgen. Nach einem Bericht der Hilfsorganisation Oxfam hungern in der Folge 13 Millionen Jemeniten. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate kämpfen an der Seite der Saudis und töten zahlreiche Zivilisten. Was der Krieg im Jemen mit dem Bodensee zu tun hat? In elf saudischen Kriegsschiffen brummen die Motoren der MTU, 33 weitere sind auf dem Weg. Von 1994 bis 2006 lieferte Frankreich 390 Panzer des Typs „Leclerc“ in die Emirate – ausgerüstet mit MTU-Motoren.
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Rüstungsexporte aus Deutschland – Sie schießen aus allen Rohren
Deutschlands Waffenlieferungen haben ein Rekordhoch erreicht. Die Linke und die Grünen fordern eine Verschärfung der Rüstungskontrolle.
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Ein „Teufelskreis von Aufrüstung, Militarisierung und Repression“
Gibt es Profiteure des Krieges? 
Natürlich gibt es sie. Und sie verdienen gigantische Summen. Der Journalist Markus Bickel, der gerade ein Buch mit dem Titel „Die Profiteure des Terrors – Wie Deutschland an Kriegen verdient und arabische Diktaturen stärkt“ veröffentlicht hat, zeigt im Interview mit Marcus Klöckner für die NachDenkSeiten auf, welche Dimensionen die weltweite Rüstungsindustrie mittlerweile angenommen hat. 
Alleine für 2016 betrugen die globalen Militärausgaben 1,5 Billionen US-Dollar bzw. 1.500 Milliarden US.-Dollar – Tendenz steigend. 
Bickel, der in den letzten zwei Jahrzehnten als Redakteur und Reporter für zahlreiche Medien unter anderem aus Sarajevo, Beirut, Bagdad und Damaskus berichtet hat, erkannte im Laufe der Jahre, dass ein regelrechter „Teufelskreis von Aufrüstung, Militarisierung und Repression“
existiert. Im Interview sagt er: „Nur ein breites Bündnis aus friedensorientierten Politikern, kritischen Aktionären und Akteuren aus der Zivilgesellschaft kann so viel Druck aufbauen, dass das Geschäft mit dem Tod weitere gesellschaftliche Ächtung erfährt.”
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…und hier auf den Punkt gebracht:
Viel zu wenig Geld für Mord und Totschlag (NATO)
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… es gibt noch technische Hürden – keine moralischen, admin:
Bei Strahlenwaffen liegt Deutschland vorn
Die Gattung der Strahlenwaffen steht kurz davor, auf realen Schlachtfeldern zum Einsatz zu kommen. Produktreif könnten sie in fünf Jahren sein, wurde auf einer Forschungsveranstaltung in Bonn deutlich. Allerdings gibt es noch technische Hürden.
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Die Waffenschmiede Heckler & Koch verklagt die deutsche Bundesregierung. Mit seiner Klage will der Rüstungskonzern Waffenlieferungen an das autoritäre Regime in Saudi-Arabien erzwingen.
Öffentlichen Auspeitschungen, Inhaftierungen ohne Anklage, Misshandlung und Folter in Haft — Menschenrechtsverletzungen sind in Saudi-Arabien an der Tagesordnung. Die deutsche Bundesregierung hat deshalb vor etwa einem Jahr den Export von Waffenteilen in das Land gestoppt.
Gegen diese Entscheidung zieht Heckler & Koch jetzt vor Gericht.
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Netzwerk des Todes: Die kriminellen Verflechtungen von Rüstungsindustrie und Staatsapparat
Der Export von Abertausenden von Sturmgewehren an korrupte und menschenrechtsverletzende Sicherheitskräfte in verbotenen Unruheprovinzen Mexikos konnte gelingen, weil deutsche Rüstungsexport-Kontrollbehörden diese Kriegswaffentransfers geduldet und bei deren Abwicklung weggeschaut haben – und weil sie in bestimmten Fällen gar an diesem Waffendeal mitgewirkt haben. Das konstatieren die Autoren Jürgen Grässlin, Daniel M. Harrich und Danuta Harrich-Zandberg in ihrem aktuellen Enthüllungsbuch “Netzwerk des Todes. Blutiger Handel – die kriminellen Verflechtungen von Waffenindustrie und Behörden“, das in dieser Woche im Heyne Verlag erschienen ist. Das Buch unterfüttert den ARD-Themenabend „Deutsche Waffenexporte“ mit Fakten und hilft juristische Auseinandersetzungen gegen Heckler & Koch und gegen hohe Beamte im Land vorzubereiten. Jens Wernicke sprach mit Jürgen Grässlin, dessen „Schwarzbuch Waffenhandel“ in keinem pazifistischen Bücherschrank fehlt.
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Deutsche Waffen für die Welt – Heckler & Koch, Fritz Werner, SIG Sauer, Krauss Maffei, Walther:

und

Imagevid von Rheinmetall: Rheinmetall – Der Technologiekonzern für Sicherheit und Mobilität

Rheinmetall – voll auf Laserwaffenentwicklung:

Oberndorf und der Tod

Kommentar von Ernst-Ludwig Iskenius:
Wahrhaftig, wenn man nach Oberndorf kommt, scheint die Welt oberflächlich noch sehr in Ordnung zu sein. Ich verstehe, wenn Herr Karheinz Leopold sagt: „Mir gefällt’s hier“. Es ist nämlich nicht sichtbar, was hinter den sauberen Betriebswänden und –zäunen produziert wird. Und vor allem ist nicht sichtbar, was die Folgen dieser Produkte sind. Die UNO spricht vom Massenvernichtungsmittel Nr. 1 des 21. Jahrhunderts, ihr Ausgangspunkt: Das friedliche Städtchen am Neckar, Oberndorf.
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Das Geschäft läuft wie geschmiert
Das todsichere Geschäft blüht in Oberndorf auch gut 200 Jahre nach Gründung der (Königlich Württembergischen) Gewehrfabrik und 100 Jahre nach dem ersten Boom im Ersten Weltkrieg. Die glanzvollen Zeiten sind aber spätestens mit dem Ende des Kalten Krieges vorbei.
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Geschäft mit dem Tod
Jürgen Grässlin gilt als der profilierteste deutsche Rüstungsgegner. In seinem neuen „Schwarzbuch Waffenhandel“ benennt der Friedensaktivist aus Freiburg Verantwortliche aus Politik und Rüstung. Baden-Württemberg spielt ganz vorne mit im Geschäft mit dem Tod.
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homepage von HK: ( http://www.heckler-koch.com/de/unternehmen/ueber-hk.html )
„Heckler & Koch ist ein weltweit führender Hersteller von Handfeuerwaffen mit festen Wurzeln am Standort Deutschland. Seit mehr als 60 Jahren ist das Unternehmen ein zuverlässiger Partner für Sicherheitskräfte, Polizei und Sondereinsatzkräfte der Bundeswehr, der NATO und NATO-assoziierter Staaten“.
…und: Heckler & Koch steht für höchste Qualität und innovative Produkte. Fehlt das wörtchen: „totsicher“

…wie andere ihre Brötchen backen, werden her Killermaschinen produziert:

Mexiko: Heckler & Koch lieferte mehr Gewehre als bisher bekannt hier weiter

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Kuchen, Joghurt – Kampfjets! Oetker-Clan kauft Rüstungsfirma
Früher stellte die Familie Oetker Backmittel her. Irgendwann kam auch Joghurt hinzu. Jetzt steigt der superreiche Clan ins Kriegsgeschäft ein: Gemeinsam mit deutschen Adelsfamilien und dem Hamburger Verlagserbe Michael Jahr hat er die Rüstungsfirma ESG gekauft.
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s. dazu auch:

Planet Erde – Wohnstätte einer kranken Spezies? Eine Analyse mit menschenkundlichen Aspekten.
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