Schurkenstaat Amerika… Special: Amerikas Geopolitik

Die amerikanischen Pläne für die Außenpolitik des 21. Jahrhunderts – die nächsten Schritte im “Krieg der Kulturen”?
Vortrag von Terry Boardman, 5.3.2011
Am 30. Juli 1918 sagte Rudolf Steiner in einem Vortrag In Berlin,: „ Die Gegenwart mit ihren verschiedensten Strömungen, geistigen, materiellen Strömungen zu verstehen, ist ja außerordentlich schwierig, und man sollte gar nicht glauben, daß man sie verstehen könnte, diese verworrene Gegenwart, ohne den Willen, dasjenige zu erkennen, was sich für diese Gegenwart im Grunde genommen lange, lange im Schöße der Geschichte vorbereitet hat.“
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…auf den Punkt gebracht:
USA-würdig: Blutströme zur Botschaftseinweihung
Irgendwie passend, wenn anlässlich der Einweihung einer US Botschaft erst einmal knapp 60 Menschen erschossen und dazu noch rund 1.300 angeschossen werden. Das sind Zahlen, die einer Frieden schaffenden Weltmacht würdig sind. Und weil es die Toten gar nicht gegeben hat, braucht es auch keine unabhängige Untersuchung durch die UNO…
Jerusalem: Zur Feier des Tages und passend zu diesem würdigen Ereignis, der feuerlichen Einweihung der neuen US-Botschaft in Jerusalem, konnten knapp 60 Palästinenser zu Ehren der USA erschossen werden. Diese unartigen Menschen haben die Angewohnheit, sich des öfteren mal gegen den an ihnen verübten Landraub zur Wehr zu setzen, was natürlich illegal ist. Selbstverständlich haben sie kein Recht dazu, weil selbiges gerade beim Stärkeren ist. Gegen das von Gott erwählte Volk ist sowas natürlich ziemlich aussichtslos, nur wollen die das einfach nicht einsehen.
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Nato-Osterweiterung: „Das ist eine brillante Idee! Ein Geniestreich!“
Jetzt freigegebene Dokumente beweisen US-amerikanische Versprechungen an Boris Jelzin, dass Russland Teil der neuen europäischen Sicherheitsstruktur werden würde
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Die Pentagon-Zeitbombe
Die größte Gefahr für den Weltfrieden sind die USA.
Das interne Planungssystem des Pentagon bindet jedem Präsidenten auch dann die Hände, wenn er eine Außenpolitik durchsetzen will, die weniger auf Konfrontation gerichtet ist. Die sogenannten Future Years Defence Plans (FYDP) des Pentagon spielen einerseits eine maßgebliche Rolle bei der Entwicklung und Beschaffung von Waffen und andererseits für Feindbildproduktion und Strategiekonzeptionen. Jeder Präsident erbt eine „Pentagon-Budget-Zeitbombe“, die seine politischen Gestaltungsmöglichkeiten extrem einschränkt…
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Die US-Strategie, Konfrontationen zwischen Staaten und Kulturen zu inszenieren
Herbert Ludwig
Zu der am Ende des letzten Artikels angekündigten Darstellung6 von Konfrontationsstrategien sei zunächst auf die entsprechenden geostrategischen Konzepte der USA eingegangen. Innerhalb von zweihundert Jahren haben die USA nach eigenen Angaben über 220 Kriege, militärische Interventionen und CIA-Operationen gegen ausländische Staaten geführt. Wie ein roter Faden zieht sich durch die Geschichte der USA die rücksichtslose Durchsetzung eigener Macht. Über den Erdball sind an wichtigen strategischen Punkten jederzeit einsatzbereite Militärbasen errichtet, deren Zahl von Experten auf ca. 1000 geschätzt wird. Der US-Geostratege Zbigniew Brzezinski stellte nüchtern fest: „Nicht nur beherrschen die Vereinigten Staaten sämtliche Ozeane und Meere, sie verfügen mittlerweile auch über die militärischen Mittel, die Küsten mit Amphibienfahrzeugen unter Kontrolle zu halten, mit denen sie bis ins Innere eines Landes vorstoßen und ihrer Macht politische Geltung verschaffen können. Amerikanische Armeeverbände stehen in den westlichen und östlichen Randgebieten des eurasischen Kontinents und kontrollieren außerdem den Persischen Golf.
Wie die … Karte zeigt, ist der gesamte Kontinent von amerikanischen Vasallen und tributpflichtigen Staaten übersät“ 1 Nun gehört es zum strategischen Werkzeug der USA, nicht einfach irgendwo einzudringen und damit ihren Ruf zu schädigen, sondern zunächst zwischen polar einander gegenüberstehenden Ländern Konflikte zu schüren und ihre Konfrontation zu inszenieren. In beiden Weltkriegen griffen die USA erst in einem fortgeschrittenen Stadium in den Krieg ein, nachdem sie zuvor geholfen hatten, die feindlichen Parteien aufzurüsten und gegeneinander in Stellung zu bringen. Der amerikanische Historiker Anthony Sutton hat z. B. nachgewiesen, dass vor dem Zweiten Weltkrieg sowohl der Aufbau der Sowjetunion als auch des nationalsozialistischen Deutschlands von den USA aus in starkem Maße finanziell und militärisch unterstützt worden sind.2
Deutschland – Russland
Den imperialistischen Strategen der USA ist seit langem klar, worauf auch der bereits im vorigen Artikel ausführlich zitierte Hintergrundbeobachter Lars Grünewald hinweist, „dass die einzige wirkliche Bedrohung der US-amerikanischen Weltherrschafts-Ambitionen darin liegt, dass eine wirtschaftliche, politische und kulturelle Allianz zwischen Europa und Asien zustande kommt, insbesondere zwischen Deutschland und Russland.“ 3 Die Strategen George Friedman und Zbigniew Brzeziński sehen dies als das zentrale Problem der amerikanischen Außenpolitik der vergangenen hundert Jahre an. Friedman sagte z. B. am 4.2.2015: „Das Hauptinteresse der US-Außenpolitik des letzten Jahrhunderts, im Ersten und Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg, waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Weil: vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse galt sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintritt. (…) Die Urangst der USA ist, dass deutsches Kapital und deutsche Technologien sich mit russischen Rohstoffen und russischer Arbeitskraft verbinden. Eine einzigartige Kombination, vor der die USA seit Jahrhunderten eine Höllenangst haben.“ 4 Zugleich würde dies bedeuten, dass die USA keinen strategischen Platz mehr in Europa hätten und die Möglichkeit, in den asiatischen Raum hinein zu intervenieren und die russische Machtstellung zu beeinträchtigen, so wesentlich reduziert wäre, dass an eine wirkliche Weltherrschaft nicht mehr gedacht werden könnte. Denn, wie Brzezinski schrieb, „der Fortbestand der globalen Vormachtstellung Amerikas hängt unmittelbar davon ab, wie lange und wie effektiv es sich in Eurasien behaupten kann.“ 5 Auch er beschreibt die Gefahr einer europäisch-russischen Verbindung: „ … nicht völlig auszuschließen ist die Möglichkeit einer großen europäischen Neuorientierung, die entweder eine deutsch-russische Absprache oder eine französisch-russische Entente zur Folge hätte. Für beide gibt es in der Geschichte eindeutige Präzedenzfälle, und zu einer von beiden könnte es kommen, wenn die europäische Einigung ins Stocken geriete und sich die Beziehungen zwischen Europa und Amerika ernsthaft verschlechtern sollten. Tatsächlich könnte man sich im letzteren Falle eine europäisch-russische Übereinkunft vorstellen, die Amerika vom Kontinent ausschlösse.“ 6
„ … so lauten die drei großen Imperative imperialer Geostrategie: Absprachen zwischen den Vasallen zu verhindern und ihre Abhängigkeit in Fragen der Sicherheit zu bewahren, die tributpflichtigen Staaten fügsam zu halten und zu schützen und dafür zu sorgen, daß die ´Barbaren`völker sich nicht zusammenschließen.“ 7 „Amerikas zentrales geostrategisches Ziel in Europa läßt sich also ganz einfach zusammenfassen: Durch eine glaubwürdigere transatlantische Partnerschaft muß der Brückenkopf der USA auf dem eurasischen Kontinent so gefestigt werden, daß ein wachsendes Europa ein brauchbares Sprungbrett werden kann, von dem aus sich eine internationale Ordnung der Demokratie und Zusammenarbeit nach Eurasien hinein ausbreiten läßt.“ 8 Damit sich die tributpflichtigen Barbarenvölker Europas fügsam hielten, wurden ihre Antipathien gegen den bedrohlichen Osten, insbesondere gegen die von Russland dominierte Sowjetunion mit ihrer Gefahr des Kommunismus (den der Westen dort als „sozialistisches Experiment“ erst implantiert hatte) gelenkt. Und die USA traten als Unterstützer und Bundesgenossen der europäischen Staaten auf, bildeten also eine Allianz mit Europa gegen einen gemeinsamen Gegner, vorzugsweise Russland und die von ihm dominierten Staaten. Das hat zur Struktur des Kalten Krieges geführt, der die Nachkriegsgeschichte bestimmt hat. Lars Grünewald macht darauf aufmerksam, dass sich nach dem Ende des Kalten Krieges, Anfang der neunziger Jahre, durch die noch zwischen der Sowjetunion und Deutschland geschlossenen Verträge auf vielen Gebieten zahlreiche Perspektiven einer engen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland ergaben. Darüber schrieb Michael Gorbatschow: „Sowohl wir als auch die westdeutschen Politiker sind davon ausgegangen, dass die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Sowjetunion eines der entscheidenden Elemente jedes ernst zu nehmenden Projekts für die Gestaltung der gesamteuropäischen Beziehungen sind. Unsere Position war auf lange Dauer angelegt. Es war eine strategische Position, welche die feste und unumkehrbare Zusammenarbeit zwischen der Sowjetunion und Deutschland vorsah. Der ´Große Vertrag` bestimmte den Rahmen einer solchen Zusammenarbeit und schuf für Jahrzehnte voraus die dafür erforderliche Grundlage. Aber die Ereignisse in der Sowjetunion entwickelten sich leider anders.“ 9 Die Realisierung dieser Zusammenarbeit wurde zunächst durch die forcierte Selbstauflösung der Sowjetunion verhindert. Die geschlossenen Verträge wurden von den RestStaaten der Russischen Föderation nicht übernommen. Prinzipiell stand aber einer engen Allianz zwischen Deutschland und Russland nichts im Wege.
Neuer Gegner Islam
Um dies schon im Keime zu verhindern – auf diesen strategischen Zug weist wieder Lars Grünewald hin – kam es für die USA darauf an, einen neuen gemeinsamen Gegner zu schaffen, der alle Aufmerksamkeit auf sich zog und die Notwendigkeit erzeugte, die Dominanz des US-europäischen Bündnisses, insbesondere der Nato, zu stärken. Dieser Gegner wurde der Islam.
„Die Perspektive dazu wurde durch Samuel Huntington im Jahre 1993 durch einen programmatischen Aufsatz veröffentlicht und verkündet mit dem Titel „The Clash of Civilazations?“. Drei Jahre später war das Fragezeichen aus dem Titel verschwunden, aus dem Aufsatz war ein Buch geworden, das den Titel „The Clash of Civilizations and the Remaking of World Order“ trug. Hier ist also von einer Erschaffung einer Neuen Weltordnung die Rede, die unmittelbar mit dem prophezeihten Zusammenstoß der Zivilisationen zusammenhängen sollte.“ 10 Dieser neue Gegner, der Islam, hatte gegenüber dem Sowjetblock, dem statische Grenzen eigen waren, den strategischen Vorteil, regional nicht fixiert zu sein. Eine Zivilisation wie die des Islam ist nicht auf ein bestimmtes geographisches Gebiet beschränkt, sondern kann weltweit agieren. Deswegen bietet er auch die Möglichkeit weltweiter konfrontativer Auseinandersetzungen. Flankierend dazu schrieb interessanterweise 1993 Brzezinski: „Teil des Problems in dieser instabilen Region könnte eine Bedrohung der amerikanischen Vormachtstellung durch den islamischen Fundamentalismus werden. Unter Ausnutzung der religiösen Feindseligkeit gegenüber dem american way of life und des arabisch-israelischen Konflikts könnte der islamische Fundamentalismus einige prowestliche Regierungen im Nahen Osten unterminieren und schließlich amerikanische Interessen in der Region, besonders am Persischen Golf, gefährden.“ „Ohne politischen Zusammenhalt und ohne die Rückendeckung eines wirklich mächtigen islamischen Staates fehlte es dem islamischen Fundamentalismus an einem geopolitischen Kern, deshalb würde die von ihm ausgehende Kampfansage sich wahrscheinlich eher in diffuser Gewalt Bahn brechen.“ 11 Der programmatische Aufsatz von Samuel Huntington erschien 1993 in der Zeitschrift Foreign Affairs, die vom Coucil on Foreign Relations (CFR) herausgegeben wird, der zentralen Denkfabrik der USA, von der die USAußenpolitik vorbereitet und bestimmt wird.12 Auch Brzezinski war selbstverständlich einflussreiches Mitglied dieses Eliten-Zirkels. Das „Project for the New American Century“ (PNAC), eine neokonservative Denkfabrik, publizierte im September 2000 ein Manifest, in dem der Übergang zu neuen Waffentechnologien, und damit die Rückkehr der USA zu einer hegemonialen Vormachtstellung gefordert wurde, was aber ein langsamer Prozess sei, es sei denn, ein katalysierendes, katastrophales Ereignis träte ein, wie etwa ein neues Pearl Harbor.13 Wie bestellt eröffneten mit einem gigantischen Paukenschlag die Ereignisse vom 11.9.2001, die ohne Nachweis als fundamentaler Angriff islamischer Kämpfer auf die USA („America unter attac“) dargestellt wurden, den prophezeihten Kampf des Islam gegen die westliche Zivilisation. Angeblich durchschlugen – medial weltweit ins Bewusstsein der Menschen eingebrannt – Aluminium-Flugzeuge dicke Stahlträger und brachten mit dem entstehenden Feuer die feuerfesten Türme des World Trade Centers und das gar nicht getroffene Hochhaus Nr. 7 zum Einsturz – während für jeden nüchternen Zuschauer die Gebäude auf wundersame Weise wie bei einer kontrollierten Sprengung Stockwerk für Stockwerk zusammensackten und noch in der Luft mit fast 3000 Menschen pulverisiert wurden. Über diese und weitere wundersame Dinge haben die Medien den verordneten Mantel des Schweigens gebreitet. Die US-Elite hinter Präsident Bush jr. nahm das dargestellte Ereignis zum Anlass, durch ihn den weltweiten Kampf gegen den Terror als gleichsam dritten Weltkrieg zu verkünden, in dem es nur ein Für oder ein Wider Amerika geben könne. „Die bisherigen Folgen dieses Krieges sind einigermaßen bekannt, nämlich die Rechtfertigung zur Kriegsführung in Afghanistan und im Irak, die Destabilisierung der dortigen Region, die natürlich insbesondere eine Oppositionsbewegung zur Folge hatte. Es ist ja nicht so, dass der Islam in großem Umfang Europa angegriffen hätte, sondern so, dass die europäisch-amerikanische Intervention in zentrale